… es beginnt mit einer Idee.

«Kunst und Kultur haben die Möglichkeiten, scheinbar Selbstverständliches, Unabänderliches, Notwendiges infrage zu stellen, zu negieren, ganz anders zu zeigen oder zu denken. Kulturelle Bildung eröffnet dafür Räume, zeigt Mittel, Wege und Möglichkeiten, die Grenzen von Wahrnehmung, Fantasie und Kreativität zu erweitern und das menschliche Vermögen, erst den Blick und dann vielleicht die Welt zu verändern, zu stärken. Kunst und Kultur eröffnen nicht nur ‘Welten’ sondern den Sinn für die Veränderungsmöglichkeiten dieser Welt(en).»
Aus: Künste bilden Umwelten- Potentiale Kultureller Bildung für Zukunftsgestaltung, bkj (Bundesvereinigung Kulturelle Kinder-
und Jugendbildung
Hallo und herzlich willkommen zu meinem Blog
Aufgrund der oben beschriebenen Annahmen und meinen Erfahrungen im Kontext meiner Tätigkeiten als bildende Künstlerin und als Vermittlerin für Gestaltung und Kunst lege ich in diesem Blog eine Auslegeordnung an Themenbereichen zur Diskussion. Ganz im Sinne einer Suche nach Diskurs, nach Gewichtung und nach gemeinsamen Lösungen. Ich freue mich über Reaktionen und Kommentare und über das Knüpfen eines informellen Netzwerkes, verstanden als Community of Practice, einem fachlichen Netzwerk zur Kommunikation über aktuelle Themen und Fragestellungen.
Die Gedankengänge sind aus meiner subjektiven Sicht im Rahmen des Weiterbildungsmaster Kulturelle Bildung an Schulen der Uni Marburg entstanden und zeigen auf, mit welchen Haltungen, Zielen und Intentionen ich im Feld der kulturellen Bildung agiere.
Die Beiträge sind folgendermassen gegliedert:
- Grundsätzliches_Woher kommen die Ideen?
- Kooperatives_ «Als die Welt noch jung war…» ein interdisziplinäres Bildungsangebot
- Partizipatives_ Das gemeinsame Schaffen starker Momente
- Dilettantisches_ Ein Plädoyer fürs ‘schwache Subjekt’
- Utopisches_ Wie wollen wir unsere Zukunft gestalten?
- Verbindendes_
In der erwähnten Broschüre der bkj beschreibt die Projektleiterin von «Künste bilden Umwelten» Bianca Fischer das Potential kultureller Bildung für die Gestaltung von Welt und Zukunft wie folgt:
«Kulturelle Bildung kann einen Beitrag zur Transformationsprozessen im Sinne einer nachhaltigen und lebensfreundlichen Gestaltung unserer Welt leisten. Die Künste können nicht nur kritisches Korrektiv sein; sie bieten auch sinnliche und körperliche Erfahrungen und Reflexionsmöglichkeiten. Im Experimentierfeld der Künste können Werte und Ideen zur Diskussion gestellt und Lebensentwürfe erprobt werden. Kulturelle Bildungspraxis kann Menschen ermutigen mit Kreativität und Freude die eigene und die gesellschaftliche Zukunft zu denken».
Bianca Fischer
… und eben nicht nur zu denken sondern auch zu «machen».